Die gezielte Therapie epileptischer Ereignisse und im Speziellen des Status epilepticus (SE) setzt das sichere Erkennen der Krankheitsbilder voraus, wofür gerade bei Formen mit vorwiegend nichtmotorischen Symptomen klinische und elektroenzephalographische Expertise notwendig ist. Die im Jahr 2020 erfolgte Fortschreibung der deutschen Leitlinie zur Behandlung des SE hält an der streng stufengerechten Therapie fest, die eskalierend die Anwendung von Benzodiazepinen, spezifischen Antiepileptika und Anästhetika vorsieht. Bisher ist die Eingrenzung eines in den allermeisten Fällen wirksamen sowie zugleich sicheren und interaktionsfreien Antiepileptikums nicht gelungen. Individuelle Vorerkrankungen und aktuelle Begleitumstände gehen daher genauso wie Erfahrungen des Behandlerteams in die differenzierte Behandlung des SE ein. Insbesondere bei therapierefraktären Formen des SE erweist sich die Therapie als durchaus kompliziert und hat regelhaft intensivmedizinische Implikationen. Mithin ergeben sich im Zuge der modernen SE-Behandlung zahlreiche interdisziplinäre Schnittstellen. Zukünftige wissenschaftliche Fragstellungen werden sich u. a. mit der optimalen Therapie des nonkonvulsiven SE und hier v. a. dem Ausmaß und dem Zeitpunkt von adäquaten Therapieschritten sowie mit assoziierten ethischen Fragen einer Therapieeskalation beschäftigen.
Pharmakotherapie und intensivmedizinische Aspekte des Status epilepticus: Update 2020/2021
Gabrielė Saitov,A. Müller,B. Bastian,D. Michalski
Published 2021 in Der Anaesthesist
ABSTRACT
PUBLICATION RECORD
- Publication year
2021
- Venue
Der Anaesthesist
- Publication date
2021-07-01
- Fields of study
Not labeled
- Identifiers
- External record
- Source metadata
Semantic Scholar, PubMed
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